Girokonto-Vergleich 2026

Das beste Girokonto für dich

Ein gutes Girokonto kostet dich nichts, passt zu deinem Alltag und bremst dich nicht aus, auch nicht als Freelancer oder Selbstständiger. In unserem Vergleich stellen wir die Girokonten überregionaler Banken gegenüber: Kontoführung, Girocard, Debit- und Kreditkarte, Abhebekosten im In- und Ausland, Unterkonten und Service. Trag im Rechner deinen monatlichen Geldeingang und deine Abhebungen ein und sieh sofort, was dich jedes Konto pro Jahr kostet. So findest du das Girokonto, das zu dir passt.

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TARGOBANK — Online-Konto Girokonto

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Dieser Vergleich berücksichtigt eine Auswahl beliebter Anbieter; alle Daten in der Tabelle werden i. d. R. mehrmals jährlich anbieterübergreifend überprüft. Zwischenzeitliche Änderungen einzelner Anbieter sind daher möglicherweise nicht berücksichtigt. Für Aktualität und Richtigkeit übernehmen wir keine Gewähr. Unsere Inhalte sind objektiv recherchiert und redaktionell unabhängig. Um sie kostenlos bereitzustellen, werden teils Klicks auf Verlinkungen wie „Zum Angebot“ vergütet. Nicht berücksichtigt sind externe Kosten wie Börsen-, Handelsplatz- oder Maklergebühren sowie zeitlich befristete Aktionsangebote und Sonderkonditionen, z. B. für besonders handelsaktive Personen mit mehreren Hundert oder Tausend Transaktionen pro Jahr. Bei den mit * gekennzeichneten Links erhalten wir bei einem Vertragsabschluss eine Vergütung. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

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Dieser Vergleich berücksichtigt eine Auswahl beliebter Anbieter; alle Daten in der Tabelle werden i. d. R. mehrmals jährlich anbieterübergreifend überprüft. Zwischenzeitliche Änderungen einzelner Anbieter sind daher möglicherweise nicht berücksichtigt. Für Aktualität und Richtigkeit übernehmen wir keine Gewähr. Unsere Inhalte sind objektiv recherchiert und redaktionell unabhängig. Um sie kostenlos bereitzustellen, werden teils Klicks auf Verlinkungen wie „Zum Angebot“ vergütet. Nicht berücksichtigt sind externe Kosten wie Börsen-, Handelsplatz- oder Maklergebühren sowie zeitlich befristete Aktionsangebote und Sonderkonditionen, z. B. für besonders handelsaktive Personen mit mehreren Hundert oder Tausend Transaktionen pro Jahr. 

Girokonto Vergleich 2026: Das passende Konto für Selbstständige

Kundenzahlungen kommen herein, Steuervorauszahlungen, Versicherungen und Software-Abos gehen heraus: Als Selbstständiger läuft dein gesamtes Geschäft über dein Girokonto. Trotzdem haben viele noch das Konto, das sie als Jugendliche oder Berufseinsteiger bei der nächsten Filiale eröffnet haben, und zahlen dafür Gebühren, ohne es zu merken. Dabei lässt sich ein Girokonto heute in wenigen Minuten online eröffnen und wechseln, und viele gute Angebote kosten dauerhaft nichts.

In diesem Ratgeber zeigen wir dir, worauf es bei Kosten, Karten, Bargeld und Dispo ankommt, wann du ein eigenes Geschäftskonto brauchst und wie du bei einem Kontowechsel nichts übersiehst. Wir gehen außerdem auf Echtzeitüberweisungen, Basiskonto und P-Konto ein und erklären die Besonderheiten für Selbstständige in Österreich und der Schweiz. Die Konditionen einzelner Konten ändern sich häufig, maßgeblich sind immer die Angaben der Bank.

Openbank — BestGiro
  • Bedingungslos kostenlose Kontoführung
  • Kostenlose Visa-Debitkarte sowie auf Wunsch kostenlose Kreditkarte (BestCard Basic) und Girocard
  • Weltweit 6 kostenlose Bargeldabhebungen im Monat mit Visa-Debitkarte
  • Keine Gebühr für Kartenzahlungen in Fremdwährung mit Visa-Debitkarte
  • Zinsen auf dem Girokonto nur für die ersten 12 Monate

Die besten Girokonten 2026: So vergleichst du richtig

Das beste Girokonto ist das, das zu deiner Situation passt. Ein angestellter Berufseinsteiger braucht etwas anderes als ein Freiberufler, der monatlich Rechnungen schreibt und Steuerrücklagen trennen will. Bevor du Angebote nebeneinanderlegst, lohnt sich deshalb eine einfache Vorüberlegung: Brauchst du ein privates Konto, ein Geschäftskonto oder beides? Wie oft zahlst du bar, wie oft im Ausland, und wie wichtig ist dir persönlicher Service in einer Filiale?

Die folgenden Angebote zeigen aktuelle Konten im Vergleich. Achte bei jedem Konto nicht nur auf das Wort „kostenlos“, sondern auf die Bedingungen dahinter. Viele Gratis-Konten setzen einen monatlichen Geldeingang voraus oder sind auf Angestellte, Studierende oder Berufseinsteiger zugeschnitten.

Diese Kriterien solltest du bei jedem Konto prüfen:

Kriterium Worauf du achten solltest
Kontoführung Ist das Konto dauerhaft und bedingungslos kostenlos, oder gelten Mindestgeldeingang, Altersgrenze oder Berufsstatus?
Karten Welche Karte bekommst du (Girocard, Debitkarte, Kreditkarte), und kosten weitere Karten extra?
Bargeld Wie oft und wo kannst du kostenlos abheben, und was kostet das Einzahlen?
Dispo Gibt es einen Dispokredit, und wie hoch ist der Sollzins? Auch ein Konto ohne Dispo kann sinnvoll sein.
Zahlungs­verkehr Sind Überweisungen, Lastschriften und Echtzeitüberweisungen kostenlos? Gibt es Gebühren pro Buchung?
Geschäftliche Nutzung Erlaubt die Bank ausdrücklich die gewerbliche Nutzung, oder ist das Konto nur für Privatpersonen gedacht?
Service Wie läuft die Kontoeröffnung, wie erreichst du den Support, und gibt es Prämien für Neukunden?

Ein praktischer Tipp: Schau dir die Kosten über ein ganzes Jahr an, nicht nur den Monatspreis. Eine Kontoführungsgebühr von 3,90 € im Monat wirkt klein, summiert sich aber auf rund 47 € im Jahr. Dazu kommen Gebühren für Karten, Bargeld und Buchungen, die in der Werbung selten auftauchen und im Preis- und Leistungsverzeichnis stehen.

💡 Tipp: Erst das Nutzungsprofil, dann der Vergleich

Notiere dir, was du wirklich nutzt: Wie viele Buchungen hast du im Monat, brauchst du Bargeld, nutzt du das Konto privat, geschäftlich oder beides? Wenn du das weißt, kannst du Angebote gezielt prüfen und Extras, die du nicht brauchst, bewusst ausblenden.

Girokonto für Selbstständige: Privatkonto oder Geschäftskonto?

Viele Kontoangebote richten sich an Angestellte mit regelmäßigem Gehalt. Für Einzelunternehmer und Freiberufler ist die Frage deshalb zuerst: Darf ich das Konto überhaupt geschäftlich nutzen? Das entscheiden die Bedingungen der Bank. Manche Privatkonten erlauben die gewerbliche Nutzung ausdrücklich, andere schließen sie aus, und wieder andere dulden sie stillschweigend. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, suchst du ein Konto, bei dem die geschäftliche Nutzung in den Bedingungen steht.

Rechtlich bist du als Einzelunternehmer oder Freiberufler eine natürliche Person. Eine gesetzliche Pflicht zu einem getrennten Geschäftskonto gibt es für dich deshalb nicht. Sehr zu empfehlen ist es trotzdem, aus mehreren Gründen: Die Buchhaltung wird einfacher, weil du betriebliche Zahlungen nicht aus privaten Umsätzen herausfiltern musst. Du siehst jederzeit, wie viel Geld im Betrieb steckt, und kannst Steuerrücklagen sauber vom Privatvermögen trennen. Und bei einer Betriebsprüfung musst du bei einem gemischt genutzten Konto unter Umständen auch private Umsätze offenlegen.

Anders ist es bei Kapitalgesellschaften: Eine GmbH oder UG ist eine eigene juristische Person. Ihr Geld gehört nicht dir privat, deshalb brauchst du dafür zwingend ein Firmenkonto. Auch die Gründung läuft in der Regel über ein Geschäftskonto, auf das das Stammkapital eingezahlt wird. Prüfe vorher, ob die Bank Gründer begleitet, denn nicht jedes Angebot eignet sich für Kapitalgesellschaften.

Ein Sonderfall sind nebenberuflich Selbstständige. Wenn du im Hauptberuf angestellt bist, kannst du dein kostenloses Privatkonto mit Gehaltseingang behalten und für die Selbstständigkeit ein eigenes Geschäftskonto ergänzen. So erfüllst du die Bedingungen des Privatkontos, ohne dass deine Kundenzahlungen daran vorbeilaufen, und deine Gewinne bleiben von Anfang an getrennt.

Kriterium Privatkonto Geschäftskonto
Zielgruppe Privatpersonen, oft Angestellte Selbstständige, Freiberufler, Firmen
Geschäftliche Nutzung Bei vielen Banken ausgeschlossen oder nur geduldet Ausdrücklich vorgesehen
Kosten Häufig kostenlos, oft mit Bedingungen Von kostenlos bis monatliche Grund­gebühr, teils Gebühr pro Buchung
Buchhaltung Meist nur Konto­auszug zum Download Häufig Export und Schnitt­stellen zur Buchhaltung
Unterkonten Eher selten Häufig, etwa für die Steuer­rücklage

Steuerlich gilt: Die Kontoführungsgebühren eines Geschäftskontos sind Betriebsausgaben. Nutzt du ein Konto gemischt, kannst du sie nur anteilig ansetzen. Wie du das sauber dokumentierst, klärst du am besten mit deinem Steuerberater. Wichtig ist außerdem: Ein Kontoauszug ersetzt nie die Rechnung. Für Betriebsausgaben und den Vorsteuerabzug brauchst du weiterhin den ordnungsgemäßen Beleg, der Kontoauszug zeigt nur, dass du gezahlt hast.

⚠️ Vorsicht: Bedingungen zur gewerblichen Nutzung lesen

Wenn ein Privatkonto geschäftliche Nutzung ausschließt, kann die Bank das Konto im Extremfall kündigen. Das ist für Selbstständige besonders ärgerlich, weil dann Kundenzahlungen und Lastschriften ins Leere laufen. Prüfe die Bedingungen, bevor du Rechnungen mit der Kontonummer verschickst.

Worauf kommt es beim Geschäftskonto an?

Geschäftskonten funktionieren im Kern wie Privatkonten, setzen aber andere Schwerpunkte. Diese Punkte entscheiden darüber, ob ein Konto zu deinem Betrieb passt:

  • Kontoführung und Buchungsposten: Manche Anbieter berechnen eine Grundgebühr, andere verlangen eine Gebühr pro Buchung oder geben nur eine bestimmte Zahl an Buchungen kostenlos. Wenn du viele kleine Zahlungen hast, kann das schnell teuer werden.
  • Unterkonten: Mit eigenen Unterkonten für Steuern, Rücklagen oder Projekte behältst du den Überblick, ohne mehrere Konten zu führen.
  • Buchhaltung: Prüfe, ob du Umsätze als Datei exportieren kannst oder das Konto an deine Buchhaltungssoftware anbindest. Das spart bei jeder Abrechnung Zeit.
  • Karten: Wie viele Karten sind enthalten, und gibt es Debitkarten oder Kreditkarten für Mitarbeiter oder Teams?
  • Bargeld: Wenn du Bargeld einnimmst, etwa auf Märkten oder im Handwerk, ist das Einzahlen entscheidend. Gebühren fallen hier schnell an.
  • Lastschrift-Einzug: Wenn du Beträge von deinen Kunden per Lastschrift einziehen willst, brauchst du dafür in der Regel eine Freigabe der Bank. Nicht jedes Konto bietet das an.
  • Zugriff für Dritte: Kann dein Steuerberater oder deine Buchhaltung lesenden Zugriff bekommen, ohne dein Passwort zu kennen?
  • Kreditmöglichkeiten: Ein günstiger Dispo oder eine Kreditlinie kann Liquiditätsengpässe überbrücken, wenn Kunden spät zahlen.

Ein Beispiel zeigt, warum die Gebühr pro Buchung zählt: Hast du im Monat 150 Buchungen und berechnet die Bank 0,10 € pro Posten, sind das 15 € im Monat und 180 € im Jahr. Ein Konto mit 5 € Grundgebühr, aber ohne Buchungsgebühr, wäre dann mit 60 € im Jahr deutlich günstiger. Die Beispielwerte stehen für kein bestimmtes Angebot, die Rechnung gilt aber für jedes Konto mit Postenpreisen.

💡 Tipp: Mit einem Unterkonto die Steuerrücklage schützen

Überweise bei jeder bezahlten Rechnung einen festen Anteil auf ein Unterkonto für Steuern. So greifst du in einem schwachen Monat nicht versehentlich auf Geld zu, das dem Finanzamt gehört. Eine Anleitung zur Höhe deiner Rücklage findest du in unserem Ratgeber zu Tagesgeld und Festgeld.

Filialbank oder Direktbank: Was passt zu dir?

Der erste große Unterschied zwischen Girokonten ist der Vertriebsweg. Bei einer Filialbank hast du einen Ansprechpartner vor Ort, kannst Bargeld am Schalter einzahlen und lässt dich beraten. Bei einer Direktbank läuft alles über App, Webseite und Telefon. Dafür sind Direktbanken oft günstiger, weil sie keine Filialen unterhalten müssen.

Kriterium Filialbank Direktbank
Beratung Persönlich vor Ort Telefon, Chat, App
Kosten Häufig mit Grundgebühr Oft kostenlos, teils mit Bedingungen
Bargeld einzahlen Am Schalter und am Automaten Meist nur über Partner oder gar nicht
Eröffnung Termin oder online Online in wenigen Minuten
Passt zu Wer Beratung und Bargeld braucht Wer alles digital erledigt

Für viele Selbstständige ist die Mischung sinnvoll: ein günstiges oder kostenloses Konto bei einer Direktbank für den Alltag und, je nach Branche, ein Konto bei einer Filialbank für Bargeld und persönliche Beratung zu Krediten. Entscheidend ist, wie du dein Geschäft führst. Wer fast nur Überweisungen und Kartenzahlungen hat, kommt mit einer Direktbank gut aus. Wer regelmäßig Bargeld einnimmt, sollte die Einzahlungswege vorher klären.

Auch eine Prämie bei der Kontoeröffnung kann ein Argument sein. Viele Banken locken Neukunden mit Geld oder Sachprämien, teils auch mit Wechselprämien. Rechne aber genau nach, an welche Bedingungen die Prämie geknüpft ist: Mindestgeldeingang, Haltedauer oder eine bestimmte Kartennutzung sind üblich. Bei einem Geschäftskonto können Prämien steuerlich als Betriebseinnahmen zählen, klär das im Zweifel mit deinem Steuerberater.

Gebühren und Kosten von Girokonten

Banken sind kreativ, wenn es um Gebühren geht. Die folgenden Leistungen können kostenpflichtig sein, und was sie genau kosten, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis der jeweiligen Bank:

  • Kontoführung (monatlich oder jährlich)
  • Buchungsposten: Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge
  • Girocard, Debitkarte und Kreditkarte, auch Zweitkarten
  • Kartenzahlungen, vor allem in Fremdwährung
  • Bargeldabhebungen und Bargeldeinzahlungen
  • Onlinebanking, Papierauszüge und Steuerbescheinigungen

Besonders bei Geschäftskonten fallen Gebühren pro Buchung oder für Bargeld ins Gewicht. Das folgende Beispiel zeigt, wie sich Einzelposten über ein Jahr summieren können. Die Werte sind erfundene Beispielwerte und stehen für kein bestimmtes Konto:

Posten Pro Monat Pro Jahr
Kontoführung 3,90 € 46,80 €
Zweitkarte 1,00 € 12,00 €
100 Buchungen à 0,10 € 10,00 € 120,00 €
Bargeld einzahlen (1,75 % auf 1.000 €) 17,50 € 210,00 €
Summe 32,40 € 388,80 €

Aus einem scheinbar kostenlosen Konto werden so schnell vierstellige Beträge über mehrere Jahre. Deshalb lohnt sich der Blick in das Preisverzeichnis, bevor du ein Konto eröffnest, und ein jährlicher Check, ob dein Konto noch zu deinem Verhalten passt.

💡 Gut zu wissen: Das Preisverzeichnis ist verbindlich

Jede Bank muss dir vor Vertragsabschluss ein Preis- und Leistungsverzeichnis zur Verfügung stellen. Dort stehen alle Gebühren vollständig. Lies es vor der Eröffnung und speichere es ab, damit du später nachweisen kannst, was vereinbart war.

Komplett kostenlose Girokonten: Gibt es das wirklich?

Viele Banken werben mit Konten ohne Kontoführungsgebühr. Bei genauem Hinsehen verstecken sich dahinter oft Bedingungen. Typisch sind:

  • ein monatlicher Mindestgeldeingang
  • ein eingeschränkter Service auf dem kostenlosen Konto
  • keine Kontoführungsgebühr, aber Gebühren für einzelne Buchungen
  • Jahresgebühren für die Kreditkarte
  • ein Höchstalter für die Gebührenbefreiung
  • eine Bindung an den Berufsstatus, etwa nur für Studierende oder Angestellte

Besonders wichtig für dich als Selbstständiger ist der Mindestgeldeingang. Viele Banken knüpfen ein kostenloses Konto daran, dass monatlich ein Betrag in einer bestimmten Höhe eingeht, oft im Bereich von 500 bis 1.000 €. Damit wollen sie Kunden mit regelmäßigem Einkommen gewinnen. Für ein normales Girokonto brauchst du keinen Gehaltseingang, die Bedingung betrifft nur das kostenlose Angebot. Als Selbstständiger solltest du genau lesen, was als Geldeingang zählt. Manche Banken rechnen nur Gehalt, Rente oder Pension an, andere akzeptieren jeden Zahlungseingang. Zahlungen deiner Kunden erfüllen die Bedingung dann nicht immer.

Es gibt Anbieter, die keine Bedingungen stellen und das Konto dauerhaft kostenlos führen. Oft sind dann auch eine Kreditkarte oder Bargeldabhebungen im Ausland ohne Gebühr enthalten. Solche Konten findest du im Vergleich ganz oben. Prüfe aber auch hier die Details: Manchmal fehlt dafür ein Dispo, oder das Einzahlen von Bargeld kostet Gebühren.

💡 Tipp: Definition von „Geldeingang“ prüfen

Frag im Zweifel beim Support nach, ob Kundenzahlungen als Geldeingang zählen, und lass dir die Antwort schriftlich geben. Ein Konto, das nur Gehalt anerkennt, wird für Selbstständige schnell kostenpflichtig, ohne dass es auffällt.

Bargeld abheben und einzahlen: Was kostet das?

Im Inland kommst du fast immer kostenlos an Bargeld, solange du an Automaten deiner eigenen Bankengruppe abhebst. Hierzulande haben sich vier große Verbünde gebildet: das Sparkassennetz, das BankCard ServiceNetz der Genossenschaftsbanken, die Cash Group und der CashPool. Innerhalb eines Verbunds kannst du in der Regel kostenlos an den Automaten der anderen Mitgliedsbanken abheben. Nutzt du dagegen den Automaten einer Fremdbank, kostet das meist Gebühren.

Im Ausland ist die Lage unübersichtlicher. Manche Konten oder Karten ermöglichen weltweit kostenlose Abhebungen, bei anderen hängt die Gebühr vom Automaten, von der Karte und von weiteren Regeln ab, etwa von der Zahl der Abhebungen pro Monat. Das genaue Preisverzeichnis zeigt dir, was dich im Ausland erwartet. Einzelheiten zu Gebühren in Fremdwährung findest du in unserem Kreditkarten-Ratgeber.

Bargeld einzahlen: Das Einzahlen ist heikler als das Abheben, vor allem bei Direktbanken. Bei Filialbanken zahlst du am Schalter oder am Einzahlautomaten ein. Direktbanken bieten das oft gar nicht oder nur über Partner an, und manche berechnen dafür einen Prozentsatz des Betrags. Für Selbstständige, die regelmäßig Bargeld einnehmen, kann das zum größten Kostenfaktor werden. Ein Beispiel: Bei einer Gebühr von 1,75 % kostet dich jede eingezahlte Wochenendeinnahme von 800 € rund 14 €, über ein Jahr mit 50 solchen Einzahlungen sind das 700 €.

Wer viel Bargeld einnimmt, sollte beim Kontovergleich deshalb zuerst die Einzahlungsmöglichkeiten prüfen: Gibt es Partnerfilialen oder Automaten, und was kostet jede Einzahlung? Notfalls lohnt sich ein zweites Konto bei einer Filialbank, nur für das Bargeld.

Echtzeitüberweisung und IBAN-Namensabgleich

Mit einer Echtzeitüberweisung ist das Geld innerhalb weniger Sekunden beim Empfänger, rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. Seit dem 9. Januar 2025 müssen Banken im Euroraum Echtzeitüberweisungen empfangen, seit dem 9. Oktober 2025 müssen sie diese auch anbieten. Außerdem dürfen sie nicht mehr kosten als eine normale SEPA-Überweisung. Kostenlos müssen sie aber nicht sein, deshalb lohnt der Blick ins Preisverzeichnis.

Für Selbstständige ist das praktisch: Du kannst Zahlungen an Lieferanten oder Dienstleister sofort auslösen und bekommst von deinen Kunden Geld, das du nicht erst nach ein bis zwei Bankarbeitstagen siehst. Das hilft vor allem bei der Liquidität, wenn Rechnungen kurzfristig bezahlt werden müssen oder du auf eine Zahlung wartest.

Seit Oktober 2025 gibt es bei Euro-Überweisungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums außerdem einen Namensabgleich. Bevor die Überweisung ausgeführt wird, vergleicht die Bank den angegebenen Empfängernamen mit dem Namen des Kontoinhabers. Stimmen die Angaben nicht überein, bekommst du eine Warnung und kannst die Überweisung nach erneuter Bestätigung trotzdem freigeben. Das schützt vor Tippfehlern und vor Rechnungsbetrug, bei dem Betrüger gefälschte Kontonummern auf Rechnungen schmuggeln.

Auch für deine eigenen Rechnungen ist das relevant. Wenn dein Kontoinhaber anders heißt als dein Geschäftsname, etwa weil du unter einer Marke auftrittst, können deine Kunden eine Abweichungswarnung sehen und zögern. Gib deshalb auf der Rechnung den Namen an, der bei der Bank als Kontoinhaber hinterlegt ist.

⚠️ Echtzeitüberweisungen lassen sich kaum zurückholen

Eine bestätigte Echtzeitüberweisung ist praktisch endgültig. Prüfe Empfänger und IBAN besonders sorgfältig, nimm Warnhinweise der Bank ernst und setze, wenn möglich, ein Höchstlimit für Echtzeitüberweisungen. Gib TAN, PIN oder Passwörter niemals weiter.

Zinsen beim Girokonto: Habenzins und Sollzins

Der Zins ist der Preis des Geldes. Beim Girokonto gibt es zwei Seiten: den Habenzins für dein Guthaben und den Sollzins, wenn du ins Minus gehst.

Habenzins: Auf Girokonten gibt es meist keinen Zins auf das Guthaben, und wenn doch, dann einen sehr kleinen. Manche Konten zahlen Zinsen nur befristet oder nur bis zu einem Höchstbetrag. Für die Suche nach dem passenden Konto kannst du den Habenzins deshalb fast ignorieren. Wichtiger ist, wie viel Geld überhaupt auf dem Girokonto liegt. Denn was dort liegt, verdient nichts, während Tagesgeld deutlich mehr bringt. Das zeigt dieses Beispiel:

Guthaben Girokonto (0,2 %) Tagesgeld (Ø 2,27 %) Differenz
2.000 € 4 € 45,40 € 41,40 €
5.000 € 10 € 113,50 € 103,50 €
10.000 € 20 € 227 € 207 €

Der Zins von 0,2 % ist ein Beispielwert, der durchschnittliche Tagesgeldzins von 2,27 % stammt aus dem Zinsradar 10/2026. Schon bei 5.000 € Guthaben verschenkst du so rund 100 € im Jahr. Halte auf dem Girokonto deshalb nur so viel, wie du für laufende Zahlungen brauchst, und lege Rücklagen auf ein Tagesgeldkonto.

Sollzins: Er fällt an, wenn du den Dispokredit nutzt. Die Bank merkt sich, an wie vielen Tagen du mit welchem Betrag im Minus warst, und berechnet die Zinsen in der Regel am Ende des Abrechnungszeitraums. Die Zinsen sind bei Dispo und geduldeter Überziehung oft höher als bei einem Ratenkredit. Das Beispiel zeigt die Größenordnung bei einem angenommenen Dispozins von 12 %:

Überziehung Dauer Zins p. a. Zinsen
1.000 € 30 Tage 12 % 10 €
2.000 € 45 Tage 12 % 30 €
5.000 € 60 Tage 12 % 100 €

Gerechnet ist vereinfacht: Betrag mal Zinssatz mal Tage durch 360. Der Zinssatz ist ein Beispielwert, den tatsächlichen Dispozins findest du im Preisverzeichnis deiner Bank.

Dispokredit: Brauchst du ihn als Selbstständiger?

Der Dispokredit ist ein Kreditrahmen auf deinem Girokonto. Du kannst ihn nutzen, musst es aber nicht. Solange du im Plus bleibst, fallen keine Kosten an, Zinsen zahlst du nur, wenn du ins Minus gehst. Voraussetzung sind in der Regel Volljährigkeit, Kreditwürdigkeit und ein regelmäßiges Einkommen. Als Selbstständiger mit schwankenden Einnahmen bekommst du oft einen kleineren Rahmen oder musst Einkommensnachweise vorlegen.

Der Dispo hat Vorteile: Du kannst die Zeit bis zum nächsten Zahlungseingang überbrücken, überraschende Ausgaben sind kein Problem, und für kleine kurzfristige Beträge brauchst du keinen separaten Kredit. Gerade wenn ein Kunde spät zahlt, aber Miete, Versicherungen und Steuern pünktlich fällig sind, ist er als Notnagel bequem.

Gleichzeitig ist er teuer. Besser ist es, Rücklagen zu bilden, damit du in schwachen Monaten zahlungsfähig bleibst. Als Orientierung gelten drei bis sechs Monatsausgaben, bei stark schwankenden Einnahmen eher mehr. Wie du die Höhe berechnest, haben wir in unserem Ratgeber zu Tagesgeld erklärt.

Wenn du dein Konto überziehst, gibt es drei Möglichkeiten:

  • Eingeräumte Überziehung: Die Bank hat dir einen Rahmen eingeräumt, innerhalb dessen du überziehen darfst. Das ist der Dispokredit mit dem vereinbarten Sollzins.
  • Geduldete Überziehung: Reizt du den Rahmen aus, duldet die Bank manchmal eine weitere Überziehung. Der Zins ist dafür oft höher als beim Dispo.
  • Keine Überziehung möglich: Gibt es keinen Dispo oder ist der Rahmen erschöpft, werden Zahlungen nicht ausgeführt. Bei einer nicht ausgeführten Lastschrift entsteht eine Rücklastschrift.

Eine Rücklastschrift kostet Gebühren und bringt Ärger mit dem Zahlungsempfänger, der die Rechnung anmahnen und erneut einziehen kann. Außerdem verschlechtern Rücklastschriften dein Rating bei der Bank. Wenn du später einen Kredit brauchst, etwa für eine Investition in deinen Betrieb, kann das teuer werden. Wer seinen Dispo dauerhaft stark nutzt, bekommt von der Bank übrigens ein Beratungsangebot: Nutzt du die Überziehungsmöglichkeit sechs Monate in Folge im Schnitt zu mehr als 75 % des vereinbarten Rahmens, muss die Bank dir eine Beratung anbieten.

⚠️ Dauerhaft im Minus ist ein Warnsignal

Wenn du den Dispo regelmäßig brauchst, um laufende Kosten zu decken, ist das ein Hinweis auf ein strukturelles Liquiditätsproblem. Ein günstiger Ratenkredit oder ein Tagesgeld-Puffer ist dann meist die bessere Lösung. Sprich früh mit deiner Bank, bevor Rücklastschriften entstehen.

Konten ohne Dispo, Basiskonto und P-Konto

Der Dispo ist eine freiwillige Leistung der Bank. Du musst ihn beantragen, und es gibt Konten, bei denen du gar keinen bekommst. Solche Guthabenkonten erlauben kein Minus: Du kannst nur ausgeben, was auf dem Konto liegt. Sie sind bei Minderjährigen Standard, aber auch für Erwachsene oft eine gute Wahl, denn du vermeidest Sollzinsen und behältst die volle Kontrolle über deine Finanzen. Für Selbstständige mit disziplinierter Rücklagenplanung ist das eine sinnvolle Variante.

Basiskonto: Wenn du wegen schwacher Bonität Probleme hast, ein Konto zu eröffnen, hilft das Basiskonto. Seit dem Zahlungskontengesetz von 2016 müssen Banken Verbrauchern mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU ein Basiskonto anbieten. Es deckt die wesentlichen Funktionen ab, ermöglicht aber keine Überziehung. Meist ist es teurer als ein klassisches Konto, weshalb du es nur nutzen solltest, wenn du kein anderes bekommst.

P-Konto: Ein Pfändungsschutzkonto schützt dein Guthaben bis zu einem Grundfreibetrag, wenn ein Gläubiger dein Konto pfänden lässt. Seit dem 1. Juli 2026 beträgt dieser Betrag 1.587,40 € im Monat und wird jährlich angepasst. Jedes Girokonto lässt sich auf Wunsch in ein P-Konto umwandeln, und das gilt auch für das Basiskonto. Ein P-Konto kann auch für Selbstständige in schwierigen Phasen wichtig sein, schützt aber nur das Guthaben auf diesem Konto. Wenn du Probleme mit Gläubigern hast, hol dir frühzeitig Rat bei einer Schuldnerberatung.

Mit einem negativen Schufa-Eintrag ist die Eröffnung eines normalen Kontos oft schwierig, weil viele Banken ohne Bonitätsprüfung keine Konten anbieten. Das Basiskonto ist dann der rechtlich gesicherte Weg. Wer dort Probleme hat, kann sich an die Bank wenden und notfalls bei der Schlichtungsstelle oder der BaFin beschweren.

💡 Gut zu wissen: Anspruch auf ein Konto

Jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU kann ein Basiskonto verlangen. Banken müssen Ablehnungen in der Regel schriftlich begründen.

Welche Bankkarte brauchst du? Girocard, Debitkarte oder Kreditkarte

Ohne Karte kommt ein Girokonto theoretisch aus, in der Praxis ist sie aber selten empfehlenswert. Mit der Kontoeröffnung bekommst du deshalb meist automatisch eine Karte zugeschickt. Das ist in der Regel eine Debitkarte, also die Girocard oder eine Debit-Kreditkarte, bei manchen Konten auch eine Kreditkarte.

Girocard: Die frühere EC-Karte ist in Deutschland sehr verbreitet und wird fast überall akzeptiert. Weil es ein deutsches System ist, funktioniert sie im Ausland nur mit einem zweiten Zahlungssystem. Bisher war das Maestro von Mastercard oder V Pay von Visa. Beide laufen aus: Neue Girocards werden seit Juli 2023 nicht mehr mit Maestro-Funktion ausgegeben, die letzten bestehenden laufen voraussichtlich Ende 2027 ab. Online-Zahlungen sind mit der klassischen Girocard in der Regel nicht möglich.

Debit-Kreditkarte: Immer mehr Banken geben statt der Girocard eine Debit Mastercard oder Visa Debit aus. Damit zahlst du online, hebst im Ausland Bargeld ab und bezahlst weltweit. Die Abbuchung erfolgt wie bei der Girocard sofort. In Deutschland akzeptieren allerdings noch nicht alle kleineren Händler diese Karten, aber das Problem nimmt ab.

Echte Kreditkarte: Sie unterscheidet sich von der Debitkarte durch den Zeitpunkt der Abbuchung: Die Zahlungen werden gesammelt, meist einmal im Monat, abgebucht. Außerdem hast du einen Kreditrahmen, den Autovermietungen und Hotels für Kautionen verlangen. Premium-Kreditkarten mit Reiseversicherungen und anderen Leistungen sind selten kostenlos. Ob du eine Kreditkarte zusätzlich brauchst, hängt von deinen Gewohnheiten ab: Wer häufig reist, Kautionen hinterlegen muss oder Online-Dienste in Fremdwährung bezahlt, ist mit einer Kreditkarte besser bedient. Mehr dazu findest du in unserem Kreditkarten-Ratgeber.

Das Girokonto und die Kreditkarte müssen nicht bei derselben Bank liegen. Deine Hausbank bietet sicher eine Kreditkarte an, manchmal auch ohne Jahresgebühr, aber ein Vergleich lohnt sich, denn so sicherst du dir günstigere Konditionen oder Extras.

Girokonto eröffnen: Filiale oder online

Für die Kontoeröffnung hast du zwei Wege. In der Filiale vereinbarst du einen Termin, ein Berater findet mit dir das passende Konto und übernimmt den Papierkram. Du brauchst nur deinen Personalausweis oder Reisepass. Online suchst du selbst nach dem passenden Konto, machst Angaben zu deiner persönlichen und beruflichen Situation und bestätigst deine Identität. Die Einrichtung dauert je nach Bank zwischen wenigen Minuten und etwa einer Woche.

Diese Unterlagen brauchst du in der Regel:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Steuer-ID und Wohnadresse
  • bei einem Geschäftskonto häufig ein Nachweis über deine Tätigkeit, etwa die Gewerbeanmeldung oder der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung
  • bei einer GmbH oder UG Handelsregisterauszug, Gesellschaftsvertrag und Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten
  1. Konto auswählen: Kosten, Karten, Bargeld und gewerbliche Nutzung prüfen.
  2. Online-Antrag ausfüllen: Persönliche und berufliche Angaben machen.
  3. Identität bestätigen: per Video-Ident, Online-Ausweisfunktion oder Postident.
  4. Prüfung abwarten: Die Bank prüft deinen Antrag, bei Geschäftskonten dauert das oft etwas länger.
  5. Karte und Zugang erhalten: Karte, PIN und Zugangsdaten kommen meist getrennt per Post.

Als Selbstständiger solltest du etwas mehr Zeit einplanen als ein Angestellter, besonders bei einem Geschäftskonto. Banken prüfen hier die Tätigkeit genauer. Eröffne das neue Konto daher am besten, bevor du das alte kündigst und bevor du Rechnungen mit neuer Bankverbindung verschickst.

Kontowechsel: So gehst du als Selbstständiger vor

Die Entscheidung für eine Bank ist nicht endgültig. Du kannst jederzeit wechseln und dir bessere Konditionen sichern. Für Verbraucherkonten gibt es dafür einen gesetzlichen Kontowechselservice: Du eröffnest das neue Konto und bevollmächtigst die neue Bank. Sie fordert bei der alten Bank innerhalb von zwei Geschäftstagen die Liste deiner Daueraufträge und Lastschriftmandate sowie die Zahlungseingänge der letzten 13 Monate an. Die alte Bank liefert die Daten innerhalb von fünf Geschäftstagen. Danach richtet die neue Bank innerhalb von fünf weiteren Geschäftstagen Daueraufträge ein, nimmt Lastschriften an und informiert deine Zahlungspartner über die neue Verbindung. Am Wunschtermin überweist die alte Bank das Restguthaben und schließt das Konto.

Der Service gilt für Zahlungskonten von Verbrauchern, wenn beide Banken in Deutschland sitzen. Bei einem Geschäftskonto solltest du nicht davon ausgehen, dass dir die Bank diese Arbeit abnimmt. Dann läuft der Wechsel in Eigenregie, und gerade bei Selbstständigen lohnt sich eine sorgfältige Vorbereitung:

  1. Neues Konto eröffnen und testen: Mach eine kleine Testüberweisung, bevor du größere Umstellungen vornimmst.
  2. Zahlungseingänge umstellen: Aktualisiere die Bankverbindung in deinen Rechnungsvorlagen, in Zahlungsplattformen und bei Auftraggebern, die dich per Überweisung bezahlen.
  3. Lastschriften und Daueraufträge übertragen: Software-Abos, Versicherungen, Krankenkasse, Telefon und Beiträge brauchen eine neue Bankverbindung.
  4. Finanzamt informieren: Teile dem Finanzamt die neue Bankverbindung mit, auch für Vorauszahlungen und Erstattungen, etwa über ELSTER.
  5. Seltene Zahlungen nicht vergessen: Sieh die Umsätze der letzten 13 Monate durch. So findest du jährliche Beiträge, etwa für Kammer, Berufsverband oder Versicherungen.
  6. Beide Konten eine Zeit parallel laufen lassen: So fängst du Zahlungen auf, die noch auf die alte Verbindung kommen.

💡 Tipp: Altes Konto erst schließen, wenn nichts mehr eingeht

Lass das alte Konto mindestens einige Wochen, besser einige Monate offen. Prüfe, ob wirklich alle Zahlungen auf das neue Konto laufen, bevor du es kündigst. Lade vorher alle Kontoauszüge herunter, denn du brauchst sie für die Buchhaltung.

Girokonto kündigen: Das musst du beachten

Du brauchst dein Konto nicht mehr oder hast schon ein besseres? Dann kannst du es kündigen und dir Gebühren sparen. Das Gesetz erlaubt dir, einen Zahlungsdienstevertrag jederzeit zu kündigen. Eine Kündigungsfrist von mehr als einem Monat darf die Bank dir nicht auferlegen, und für die Kündigung selbst darf sie kein Entgelt verlangen. Bereits gezahlte Gebühren für die Zeit nach der Kündigung bekommst du anteilig zurück.

Bevor du kündigst, solltest du an Folgendes denken:

  • Hast du zum neuen Konto bereits eine Karte und alle Zugänge?
  • Laufen noch Zahlungsströme über das alte Konto? Denke auch an seltene Einnahmen und Ausgaben wie jährliche Beiträge oder Erstattungen.
  • Hast du alle Kontoauszüge heruntergeladen und archiviert? Als Selbstständiger brauchst du sie für die Buchhaltung und für Prüfungen, und nach der Kündigung verlierst du oft den Zugriff auf das Online-Postfach.
  • Bleibt etwas Guthaben auf dem Konto, damit die Bank letzte Entgelte abrechnen kann? So vermeidest du Sollzinsen.

Wichtig: Kündige das Konto nicht, solange noch ein Dispo offen ist oder Lastschriften ausstehen. Gleiche einen negativen Saldo zuerst aus, denn sonst bleibt eine offene Forderung der Bank bestehen.

Typische Fehler beim Girokonto und wie du sie vermeidest

  • Privat und Geschäft vermischen: Das erschwert die Buchhaltung und kann bei einer Prüfung zu Fragen führen. Nutze ein eigenes Geschäftskonto oder wenigstens klar getrennte Unterkonten.
  • Die Bedingungen für „kostenlos“ nicht lesen: Mindestgeldeingang, Altersgrenzen oder Berufsstatus entscheiden, ob das Konto wirklich nichts kostet. Prüfe, was als Geldeingang zählt.
  • Zu viel Guthaben auf dem Girokonto lassen: Dort gibt es kaum Zinsen. Rücklagen gehören auf ein Tagesgeldkonto.
  • Den Dispo als Dauerlösung nutzen: Er ist teuer. Baue einen Puffer auf, statt dauerhaft im Minus zu leben.
  • Preisverzeichnis ignorieren: Gebühren für Buchungen, Bargeld oder Karten fallen erst im Kleingedruckten auf.
  • Beim Kontowechsel Zahlungspartner vergessen: Rechnungsvorlagen, Finanzamt und jährliche Beiträge fallen leicht durchs Raster.
  • Kontoauszüge nicht sichern: Archiviere sie regelmäßig als Datei, nicht erst bei der Kündigung.
  • Echtzeitüberweisungen unachtsam bestätigen: Sie sind kaum rückholbar. Prüfe Empfänger und Namensabgleich.

Besonderheiten für Selbstständige in Österreich und der Schweiz

Die Hinweise in diesem Artikel beziehen sich auf den deutschen Markt. Wenn du in Österreich oder der Schweiz lebst oder arbeitest, gelten teilweise andere Regeln, und die Übersicht ersetzt keine Beratung:

  • Wohnsitz: Für ein deutsches Girokonto ist in der Regel ein Wohnsitz in Deutschland nötig. Ob die Bank Kunden mit Wohnsitz in Österreich oder der Schweiz aufnimmt, steht in ihren Bedingungen. Frag vor dem Antrag beim Support nach.
  • Österreich: Hier gelten die EU-Regeln zum Zahlungsverkehr weitgehend ebenso: Echtzeitüberweisungen, Namensabgleich und der Anspruch auf ein Basiskonto für Verbraucher. Banken, Kontomodelle und Bedingungen unterscheiden sich aber vom deutschen Markt.
  • Schweiz: Die EU-Regeln gelten nicht automatisch. Der Namensabgleich ist in der Schweiz bisher nicht verpflichtend, und Überweisungen in Euro laufen über SEPA oder als Auslandszahlung, je nach Bank mit unterschiedlichen Gebühren. Für die Grundversorgung im Zahlungsverkehr gibt es in der Schweiz eine eigene Regelung.
  • Währung: Ein Konto in Franken ist für Euro-Zahlungen mit Umrechnungskosten verbunden, ein Euro-Konto umgekehrt für Zahlungen in Franken. Prüfe, in welcher Währung deine Einnahmen und Ausgaben überwiegen.

Wenn du als Ausländer in Deutschland ein Konto eröffnen willst, funktioniert der Prozess wie für Inländer. Die Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle, du musst dich ausweisen und einen Wohnsitz in Deutschland haben. Bei steuerlichen Fragen, etwa zur Meldung von Auslandskonten, hilft dir der Support der Bank oder ein Steuerberater.

💡 Wohnsitz und Währung vor dem Antrag klären

Nicht jede Bank eröffnet Konten für Kunden aus allen DACH-Ländern, und die Kontowährung entscheidet darüber, wann Umrechnungskosten anfallen. Schau vor dem Antrag in die Bedingungen und das Preisverzeichnis.

Fazit: Das beste Girokonto ist das, das zu deinem Betrieb passt

Das Girokonto ist die Basis deiner finanziellen Organisation, privat wie geschäftlich. Für Selbstständige zählt mehr als die Kontoführungsgebühr: Wichtig sind klare Bedingungen für die gewerbliche Nutzung, eine saubere Trennung von Privat- und Geschäftsgeld, günstige Buchungen und Bargeldwege sowie ein Zugang zur Buchhaltung. Ein Dispo oder eine Kreditkarte können dich flexibel halten, ersetzen aber keine Rücklagen. Und weil der Wechsel heute schnell geht, musst du dich nicht ewig an ein Konto binden, das nicht mehr passt.

Die wichtigsten Punkte zum Mitnehmen:

  • Prüfe, ob die Bank die geschäftliche Nutzung erlaubt, und nutze für den Betrieb am besten ein eigenes Konto.
  • Rechne die Jahreskosten aus Kontoführung, Karten, Buchungen und Bargeld, nicht nur den Monatspreis.
  • Lies bei kostenlosen Konten, was als Geldeingang zählt, denn Kundenzahlungen erfüllen die Bedingung nicht immer.
  • Halte auf dem Girokonto nur den Bedarf für laufende Zahlungen, Rücklagen gehören auf das Tagesgeld.
  • Nutze den Dispo nicht als Dauerlösung, sondern baue einen Puffer von drei bis sechs Monatsausgaben auf.
  • Plane Kontowechsel sorgfältig: Rechnungsvorlagen, Finanzamt und jährliche Beiträge nicht vergessen, Kontoauszüge sichern.

💡 Checkliste vor der Kontoeröffnung

  • ☐ Nutzungsprofil festgelegt (privat, geschäftlich, Bargeld, Ausland)
  • ☐ Gewerbliche Nutzung in den Bedingungen erlaubt oder Geschäftskonto gewählt
  • ☐ Jahreskosten für Kontoführung, Karten, Buchungen und Bargeld berechnet
  • ☐ Bedingungen für „kostenlos“ geprüft (Mindestgeldeingang, Definition von Geldeingang)
  • ☐ Einzahlungswege für Bargeld geklärt, falls du Bargeld einnimmst
  • ☐ Dispo, Sollzins und Alternative (Tagesgeld-Puffer) bedacht
  • ☐ Unterkonto oder Rücklagenkonto für Steuern eingeplant
  • ☐ Zugang für Buchhaltung oder Steuerberater geklärt
  • ☐ Kontoauszüge und Zahlungspartner für einen späteren Wechsel im Blick

Nimm dir die Zeit für den Vergleich: Ein passend gewähltes Konto spart über die Jahre Gebühren und Arbeit in der Buchhaltung. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Die Angaben haben den Stand Oktober 2026, die Bedingungen der Anbieter können sich ändern.

Häufig gestellte Fragen

Das hängt von den Bedingungen der Bank. Manche erlauben die gewerbliche Nutzung ausdrücklich, andere schließen sie aus. Eine gesetzliche Pflicht zu einem Geschäftskonto gibt es für Einzelunternehmer und Freiberufler nicht, ein eigenes Konto erleichtert aber die Buchhaltung. GmbH und UG brauchen ein Firmenkonto.

Ja, es gibt Konten ohne Kontoführungsgebühr. Viele knüpfen sie aber an einen Mindestgeldeingang, ein Höchstalter oder den Berufsstatus. Prüfe, was als Geldeingang zählt, denn Kundenzahlungen werden nicht von jeder Bank angerechnet. Auch Gebühren für Buchungen, Bargeld und Karten können anfallen.

Nein, der Dispo ist freiwillig. Solange du im Plus bleibst, kostet er nichts, im Minus fallen aber hohe Sollzinsen an. Besser ist ein Puffer von drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Tagesgeld. Wer den Dispo dauerhaft stark nutzt, sollte mit der Bank über Alternativen sprechen.

Für Verbraucherkonten kannst du den gesetzlichen Kontowechselservice nutzen: Die neue Bank übernimmt Daueraufträge und Lastschriften und informiert deine Zahlungspartner. Bei Geschäftskonten gehst du in der Regel selbst vor und aktualisierst Rechnungsvorlagen, Finanzamt und Abos. Lass das alte Konto noch einige Zeit parallel laufen.

Ja, über das Basiskonto. Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU haben darauf einen Anspruch. Es erlaubt keine Überziehung und kostet oft mehr als ein normales Konto. Bei Pfändungen lässt sich jedes Konto auf Wunsch in ein P-Konto umwandeln.

Bestes Girokonto
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